Johannes Felchlin / Basler Versicherungen Schweiz
Leiter Projektportfolio Management

13.03.2018
12:00 - 12:45 Uhr

Johannes Felchlin / Basler Versicherungen Schweiz
Leiter Projektportfolio Management

Johannes Felchlin, 49-jährig, ist Leiter Projektportfolio Management bei den Basler Versicherungen Schweiz. Dort verantwortet er das unternehmensweite, zentralisierte Projektportfolio.

Zuvor war er Geschäftsleitungsmitglied einer IT-Dienstleistungsfirma und PMO Officer bei Swiss Re in Zürich. Er verfügt über 20 Jahre PPM-Erfahrung.

In seiner Ausbildung erwarb er einen Bachelor in Marketing (CH), einen Executive MBA (USA & NL) und ist zertifizierter Projektleiter (PMP/ PMI) sowie zertifizierter Projektdirektor GPM(R) IPMA Level A.

Vom strategischen Ziele-Poker zur agilen Projektportfolio-Quartalsplanung

Vor etwa fünf Jahren haben die Basler Versicherungen Schweiz die gesamte IT auf eine agile Arbeitsweise umgestellt. Als Antwort auf diese operative agile Vorgehensweise und die schnelleren Arbeitszyklen fasste Johannes Felchlin gemeinsam mit dem Vorstand den Entschluss, auf eine agile Projektportfolio-Führung anhand von Quartalsplanungen umzusteigen.

In seinem Erfahrungsbericht schildert er die Erfolgsbausteine, Hürden und Herausforderungen auf dem Weg zu einem agilen Projektportfolio-Management. Der Umstieg vollzog sich auf verschiedenen Ebenen:

  • Halbjährlich werden strategische Ziele, Strategien und Projekte im Vorstand abgeglichen.
  • Quartalsweise findet eine IT-Aufwands- und Ressourcen-Planung im Projektportfolio- und Priorisierungsboard für Projekte, IT Services und Kleinaufträge statt.
  • Auf Monatsbasis werden Anträge freigegeben (Vorstudie/Realisierung/CR).
  • Parallel findet die operative Planung statt, die im Wesentlichen aus einer Sprintplanung innerhalb der Quartalsvorgaben (mittels Customerboards) und Absprachen im IT-Pipelineboard besteht.

Im vergangenen Jahr startete Johannes Felchlin eine weitere Initiative mit dem Ziel, das Projektportfolio eher top-down- statt bottom-up-orientiert zu planen. Um das zu schaffen, ist es notwendig, dass die Ziele und Strategien sowie deren Nutzen / Wertbeitrag für das Unternehmen klar sind.

Der Zuhörer bekommt einen Einblick, wie ein Ziele-Poker mit dem ganzen Vorstand durchgeführt wurde. Das Resultat war eine priorisierte Liste von Zielen. Der letzte iterative Schritt ist ein Ziele-Bebauungsplan und die Definition von Programmen, Projekten und auch Linienaufgaben.

Ihr Nutzen:

Sie erhalten einen Überblick über ein praxistaugliches Vorgehen zur Einführung eines agilen, effektiven und effizienten Projektportfolio-Managements und dessen Erfolgsfaktoren und Herausforderungen.