Zum Inhalt springen

ORGANISATIONSENTWICKLUNG

GOVERNANCE 

STRATEGISCHE TRANSFORMATION

Tag 1 | Fokustag der Verwaltung 14. April 2026 | Abschluss-Keynote


 DR. JULIA BORGGRÄFE 

Borggräfe & Keil GmbH Beratung für strategische Transformation und Organisationsentwicklung | Co-CEO 

 

"Gute Projekte sind kein Zufall – sie sind das Ergebnis passender Systemlogiken."  ​

Dr. Julia Borggräfe ist Co-CEO der Beratung Borggräfe & Keil, die auf strategische Transformation und Organisationsentwicklung spezialisiert ist. In ihrer Arbeit verbindet sie organisationsorientierte Perspektiven mit sehr konkreten Gestaltungsfragen staatlicher und organisationaler Praxis.  

Sie berät öffentliche Organisationen ebenso wie Unternehmen der Privatwirtschaft zu Fragen von Governance, Steuerung, Zusammenarbeit und organisatorischer Handlungsfähigkeit. Zuvor war sie leitende Führungskraft in der Wirtschaft und später Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, wo sie zahlreiche komplexe Projekte begleitet und verantwortet hat.  

Ergänzend forscht Dr. Julia Borggräfe zu Verwaltungsmodernisierung und digitaler Transformation. Im vergangenen Jahr erschien ihr vielbeachtetes Buch "Bürokratopia", in dem sie das Bild einer zukunftsfähigen, lernenden und demokratisch verantwortlichen Verwaltung entwirft. 

Auf der pmwelt lädt sie dazu ein, Projekte nicht nur als Managementaufgabe, sondern als Frage von Systemlogiken zu verstehen – und zeigt, wie strukturelle Rahmenbedingungen so gestaltet werden können, dass Organisationen wirksam, resilient und kooperationsfähig werden. 

 

  BÜROKRATOPIA: 

Warum die Verwaltung neue Spielregeln für Projekte braucht 


Die öffentliche Verwaltung arbeitet heute an einigen der anspruchsvollsten Transformationsvorhaben überhaupt: digitale Leistungen für Bürger:innen, bessere ressortübergreifende Zusammenarbeit, schnellere und verlässlichere Entscheidungsprozesse. Gleichzeitig zeigt sich in vielen Projekten, dass guter Wille und moderne Methoden allein nicht ausreichen. 


Oft geraten Teams in langwierige Abstimmungsprozesse zwischen Ressorts, kämpfen mit unklaren Verantwortlichkeiten oder stoßen auf starre personal- und haushaltsrechtliche Rahmenbedingungen, die eigentlich für Routineaufgaben gedacht sind. So verbringen Projektverantwortliche viel Zeit damit, organisatorische Hürden zu überwinden, statt an den inhaltlichen Lösungen zu arbeiten. Die Folge ist weniger dramatisch als ermüdend: Projekte kommen langsamer voran als nötig, Mitarbeitende erleben Frust, und die Wirkung für Bürger:innen bleibt hinter den Erwartungen zurück. 


Vor diesem Hintergrund bekommt das Motto "WHAT’S NEXT?" eine besondere Bedeutung: Reicht es, neue Tools und Methoden einzuführen – oder brauchen wir neue Systemlogiken für die Verwaltung selbst? Die Keynote zeigt, warum erfolgreiche Projekte in der Verwaltung nicht zufällig entstehen, sondern Strukturen brauchen, die Kooperation, Lernen und Resilienz ermöglichen und fördern – damit Zukunft nicht nur geplant, sondern auch verlässlich umgesetzt wird.

Dein Nutzen: 
  1. Du erhältst ein klares Verständnis dafür, wie formale und informale Logiken in der Verwaltung Projekte beeinflussen – und kannst dein Handeln sicherer im Gesamtgefüge verorten. 
  2. Du erkennst typische blinde Flecken, weil du sie als Systemeffekte statt als Personenprobleme einordnen kannst – und verstehst, warum Projekte daran oft scheitern. 
  3. Du nutzt konkrete strukturelle Hebel, um an Regeln, Rollen und Routinen wirksam anzusetzen – inklusive einer neuen Deutungsbrille für Macht, Kooperation und Koordination. 


Zielgruppe:

Führungskräfte und Entscheider:innen in Ministerien, Behörden und öffentlichen Organisationen, Projektleitungen, Programmmanager:innen und Transformationsverantwortliche in der öffentlichen Verwaltung, Mitarbeitende aus Strategie, Organisation, Digitalisierung und Steuerung, Berater:innen und Begleiter:innen von Veränderungsprozessen im öffentlichen Sektor sowie alle Interessierten, die den Fokus auf Verwaltungsmodernisierung und Demokratie setzen.